Der Jahresrückblick eines (mehrfachen) Ironman

Michael:“ 2019 war in vielerlei Hinsicht bisher ein besonderes Jahr. Auch sportlich. Gabi und ich machen schon seit ein paar Jahren Triathlon. Auch Langdistanzen. Aber immer steht der Spaß am Sport im Vordergrund. 

Dieses Jahr sollte es besonders werden und wir wollten unseren Hawaii-Urlaub mit einem Triathlon auf Big Island verbinden. Den 70.3 nicht die Langdistanz. Die Radstrecke geht auch nach Hawi rauf, wie bei der WM im Oktober. Aber das Schwimmen sollte schöner –weil an einem schöneren Strand- sein. Und der Halbmarathon nicht auf dem trockenen Highway sondern auf einem Golfplatz.

Mein Gott war das heiß! Und warum hat keiner gesagt, dass es dort sowohl beim Schwimmen, Radeln als auch beim Laufen bergig und wellig ist. Und die Strömung ist nicht sehr entgegenkommend, so wie die Windverhältnisse beim Radeln. Na viel Spaß denen, die im Oktober die doppelte Strecke machen.

Wir wollten diesen 70.3 als Vorbereitungsrennen für unseren Langdistanzstart in Frankfurt 3 Wochen später machen. Die Zeitverschiebung von gut 12 Stunden haben wir bei der Zeitplanung ein wenig unterschätzt….

Für Frankfurt fühlten wir uns gut vorbereitet. Was soll einem nach so einem anstrengenden und heißen Rennen auf Hawaii noch passieren. Hawaii war heiß!! Aber Frankfurt war ein Besuch in der Hölle. Unglaublich heiß!! Ein Drittel der Starter –so wurde gesagt- ist schon gar nicht mehr ins Ziel gekommen. Wir waren sehr glücklich auch dieses Rennen gemeistert zu haben.

Und dann kam nach Frankfurt noch die 70.3 WM in Nizza. Wenn das vorher zu ahnen gewesen wäre, hätte ich evtl. den ein oder anderen olympischen Triathlon nach Frankfurt aber vor Nizza noch weggelassen. Hatte ich mich doch glatt für die 70.3 WM Teilnahme bei dem Rennen auf Hawaii qualifiziert. Ein sehr besonderes Erlebnis, das wir sehr genossen haben. Eine wunderbare Veranstaltung in Nizza mit einer grausamen Radstrecke, die auch den Profis viel Respekt abverlangte. Und damit meine ich nicht die vielen Anstiege. Das Abfahren war für mich die größte Herausforderung aus mehreren Gründen. Und für künftige Rennen habe ich mir gemerkt, die Strecke zuvor einmal abzufahren und kennen zu lernen, kann echt Vorteile haben.

Slowenien mit seiner relativ neuen 70.3 Veranstaltung war ein sehr gelungener Abschluss unserer Triathlonsaison. Das Rennen hat ebenfalls eine sehr herausfordernde Radstrecke und ist für Bergfahrer gut geeignet. Die Abfahrten sind jedoch ungleich harmloser gegenüber Nizza. 

Wie eingangs gesagt, steht immer der Spaß an erster Stelle. Das werden wir auch nicht ändern. Aber ein bisserl haben sie mich in diesem Jahr schon gekriegt. Nicht nur einmal bei Veranstaltungen mit einem vierten Platz oder unter den Top Ten der Altersklasse zu finishen und zweimal um einen einzigen Platz den Slot für die große WM auf Hawaii im Oktober zu verpassen, zwickt schon noch ein wenig. Da wäre ja noch Luft gewesen. Aber allein die Teilnahme in Nizza bei der 70.3 WM war schon ein sehr besonderes Highlight, das ich in die nächste Saison mitnehme und an das ich gerne zurück denke, wenn ich dann wieder im Höheninstitut beim Training bin.“

Mg 26.10.2019


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