Indien Himalaya – Leh Ladakh im Februar – Ein Winter Abenteuer

Teil 2 – Zweite Woche Höhentraining absolviert

Die Zeit vergeht wie im Flug. Wir schlafen nun seit zwei Wochen im Höhenzelt und sind inzwischen auf einer Höhe von 4000m angekommen. Morgen ist die Akklimatisierung zu Hause vorbei und das Abenteuer Indien beginnt. Um 10:30 Uhr startet der Flieger am Flughafen in München nach Trivandrum im Süden Indiens.

Erst eine Woche später geht es dann per Inlandsflug in den Norden in die Berge nach Leh in Ladakh auf 3500m. Wir möchten dort einen 5000er besteigen und die Höhenluft des Himalayas schnuppern. Rausgesucht haben wir uns den Berg Nindum Lahri mit 5500m. Dieser wurde im Winter noch nicht begangen. Zusammen mit einem Guide, einem Koch und Mulis werden wir Richtung Gipfel aufbrechen. Ein kleines Expeditionsteam.

Es war richtig schwierig für diese Reise zu Packen. Erst Sommersachen für den Süden und dann das ganze Winterequipment für den Norden. Nachdem wir am meisten Angst haben vor der Kälte, haben wir uns ein paar Dinge zugelegt, die uns vor den kalten Temperaturen schützen sollen. Aktuell hat es Leh Nachts -20 Grad und in den Bergen sind es dementsprechend weniger. Warme Schuhe und Handschuhe dürfen nicht fehlen und Wollsocken haben wir auch bestellt. Jeder zwei Daunenjacken und eine Isolationshose, sowie gute Schlafsäcke haben wir im Gepäck. Das Zelt und Isomatten bekommen wir gestellt. Auch den Pickel leihen wir vor Ort. Steigeisen und Stöcke nehmen wir wohl selber mit.

Um nicht nur für die Höhe zu trainieren, sondern auch die Kälte mal zu Erleben und die Schlafsäcke zu testen haben wir eine Nacht im Freien am Berg biwakiert. Richtig kalt war es in der Nacht allerdings nicht, etwa -5 Grad. Trotzdem eine gute Erfahrung und ein lohnenswerter Sternenhimmel.

Uns geht es weiterhin sehr gut mit der Akklimatisierung im Zelt. Keine Kopfschmerzen oder Übelkeit. Komischerweise ist es inzwischen auch nicht mehr so stickig im Zelt, oder wir haben uns vielleicht auch da angepasst. Täglich schicken wir unsere Werte an Hypoxicum zur Kontrolle und weiteren Trainingsplanung. Dort wird entschieden, ob wir in der Folgenacht höher gehen dürfen, oder ob die Werte zu kritisch sind und wir lieber auf selber Höhe bleiben. Die Sauerstoffsättigung muss gut sein und der Puls darf nicht zu hoch sein. Heute in der letzte Nacht werden wir nochmal auf 4000m schlafen.

Nun sind wir gespannt, ob wir von der Vorbereitung mit dem Zelt in der Höhe profitieren und natürlich generell auf Indien, die Leute, das Essen, die Berge und das Abenteuer dort. Nach der Reise werde ich euch ausführlich berichten.

Stay Tuned! Eure Susi

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